203.02.10|Schongau
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Schongau - Über die energetische Sanierung von Altbauten hat Architekt Fritz Weinberger im Sparkassenforum Aufklärung betrieben.

Fachmann in allen Finanzierungsfragen: Markus Steinbacher im Sparkassenforum.
„Es kann sein, dass ein Haus erst zehn Jahre alt ist und bereits durch entsprechende Maßnahmen saniert werden muss. Wir hatten aber auch schon Häuser die über 50 Jahre alt waren und bei denen es nur geringen Sanierungsbedarf gab“, sagte Fritz Weinberger in seinem Referat über die energetische Sanierung von Altbauten und kam gleich auf des Pudels Kern: Das Alter des Hauses ist nicht immer vorrangig, ob eine Sanierung – und die sollte immer auch unter energetischen Aspekten erfolgen – erforderlich ist. Aber: „Ganz wichtig ist, dass die Voruntersuchungen gründlich ausgeführt werden, damit es später kein böses Erwachen gibt“, hob der Planer hervor.
Der Bauherr sei – so Weinberger – immer gut beraten, ein Fachmann zu Rate zu ziehen, der das Haus genau anschaue, eventuell auch einen Statiker, so dass eine insgesamt konstruktive Untersuchung gemacht würde.
Anhand mehrerer ausgewählter Beispiele, wie einem alten historischen Lagerstadel in Landsberg, der für den sozialen Wohnungsbau umgebaut werden sollte und dessen ältesten Fragmente aus dem 14. Jahrhundert stammten oder am Beispiel eines alten Bauernhofs in Huttenried, belegte und untermauerte Weinberger seine Ausführungen. „Kein Gebäude ist wie das andere“, sagte dieser und verwies auf den Huttenrieder Hof, der sich in einem „grausamen Zustand“ befunden hatte. „Er war in Ständerbauweise errichtet worden, und die Ständer waren total morsch“, erklärte der Architekt, während die Zuschauer anhand dokumentierender Fotos den Fortgang der Sanierung mitverfolgen konnten, bei der unter anderem wertvolle Fresken, Abbildungen und Malereien zum Vorschein kamen.
Am Ende wurde der nach modernsten Kriterien restaurierte Hof gezeigt, was bei dem einen oder anderen Zuschauer sicherlich für Herzklopfen geführt haben dürfte. Über die Kosten indes schwieg sich Weinberger aus. Allerdings ist weitläufig bekannt, dass solche Projekte ins Geld gehen.
Wenn Bauen und Renovieren schon so viel kostet, ist der Eigentümer natürlich daran interessiert, diese ein wenig zu reduzieren. Sparkassenfachwirt Markus Steinbacher stellte den Anwesenden die möglichen staatlichen Töpfe vor, die ausgeschöpft werden können. Wichtigster Kostenträger in diesem Fall: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
„Es muss ganz zu Beginn entschieden werden, ob es sich um eine Einzelmaßnahme, wie beispielsweise die Dämmung der Fassade, oder ob es sich um eine Gesamtbetrachtung zum KfW-
Geht es um die Sanierung eines ganzen Hauses, so muss mit einem von der KfW zugelassenen Sachverständigen – meist ein Energieberater – zusammengearbeitet werden, der die Durchführung der Maßnahmen bestätigt und den Effizienzwert festlegt.
„Je effizienter die Sanierung, desto höher ist der Zuschuss, der bis zu 11 250 Euro betragen kann“, wusste Steinbacher. Die maximale Darlehenssumme je Wohneinheit liege bei 75 000 Euro.

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