Handball-Verbandsliga : Kai Harbach trifft auf alten Weggefährten
Schwerte. Zehn Minuten wohnt Kai Harbach von der Römerberg-Sporthalle in Oberaden entfernt. Zehn Minuten benötigt er nur, um in die Vergangenheit zurück zu reisen. 60 Spielminuten lang will er am Samstag aber die positiven Erinnerung an seine Zeit mit dem SuS ruhen lassen.
Der neue Trainer der HSG Schwerte/Westhofen, der mit einem Sieg und einer Niederlage startete, konzentriert sich am Wochenende einzig und allein auf die HSG. Im Vorfeld schwärmt er aber über seine Zeit als Spieler in Oberaden. „Das war der sportlich erfolgreichste Abschnitt meiner aktiven Karriere”, erinnert sich Harbach. Mit dem SuS trat er in der Regionalliga an, und am Ende der Saison hüpften und sprangen er und seine Mitspieler vor Freude in die Luft. Der Zweitliga-Aufstieg war perfekt.
Der Klub entschied sich damals, den Weg in die 2. Bundesliga nicht zu gehen - aus finanziellen Gründen. Mit TuRa Bergkamen als Bundesligisten gab es zudem einen übermächtigen Nachbarn. „Das war die richtige Entscheidung des Vereins”, blickt Harbach zurück. Er sei nicht enttäuscht darüber gewesen, sich nicht in der zweithöchsten Liga des Landes messen zu dürfen.
Verbindung mit Weinberger nie abgerissen
Der Meistertitel mit Oberaden ist nicht die einzige Verbindung mit dem samstägigen Gegner. Harbach pflegt seit Jahren eine Freundschaft mit deren Trainer Ralf Weinberger. Oberadens Coach war es, der Harbach nach dessen Juniorenzeit zum TuS Kamen in den Seniorenbereich lotste. Später coachte er Harbach noch in Heeren.
„Ralf war und ist ein impulsiver Trainer. Wie ein Irrwisch rast er an der Seitelinie entlang”, beschreibt Harbach seinen Verbandsliga-Konkurrenten. Ein echter Fachman sei Weinberger. „Das Training war immer abwechslungsreich. Seine Ansprachen immer fundiert. Ich habe mir für meine Trainertätigkeit von ihm etwas abgeschaut.” Ralf Weinberger findet auch nur lobende Worte für seinen ehemaligen Schützling: „Kai war ein sehr guter Rechtsaußen. Er war flink auf den Beinen und immer gedankenschnell.”
Das Telefon bleibt still
Auch als Harbach wechselte, riss die Verbindung nicht ab. Fast hätten sie wieder zusammen in Oberaden gearbeit. Weinberger trainierte beim SuS aber die 2. Mannschaft, Harbach stand im Regionalliga-Kader. Erst nachdem Harbach wieder ging, übernahm Weinberger die Vorzeigemannschaft des Vereins.
Aktuell telefonieren die Trainer wöchentlich. „Ralf ist ein guter Informant”, sagt Harbach und fügt an, dass „Oberaden ja immer eine Woche vorher gegen unseren kommenden Gegner spielt. Da kann Ralf mir immer hilfreiche Tipps geben”. Für Weinberger sei die Hilfe selbstverständlich, denn „Kai ist doch ein Neuling in der Liga”. In dieser Woche haben die beiden Trainer noch nicht miteinander telefoniert. Es ist fest davon auszugehen, dass das bis Samstagabend auch nicht mehr passieren wird.




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